Wie geht Graphic Recording?

Wie geht Graphic Recording?

8 Tipps, die dich weiterbringen

 

Zuerst einmal hier die Klärung beider Begriffe, die oft für Verwirrung sorgen:

Graphic Recording:

Hier zeichnet und begleitet der grafische Visualisierer simultan und live. Meist auf großen Papierbahnen an der Wand oder an mit Papier bespannten Big Boards. Er fasst die Kernaussagen zusammen, bebildert, findet bildhafte Analogien und ordnet thematisch. Typische Veranstaltungen sind Kongresse, Town Hall Meetings, Workshops, Großveranstaltungen jeglicher Art. Ziel ist eine „Gesamtschau” der Veranstaltung zu erhalten, die die Kommunikation nach innen und außen unterstützt.

Visual oder Graphic Facilitation:

Auch hier wird gezeichnet, zusammengefasst und Kernpunkte ermittelt. Das kann auf einem „Big Paper” passieren, genauso häufig protokolliert man auch per Sketch Noting im Normal-Format am Tisch. Entscheidend für das Gelingen ist eine gute Absprache mit dem Moderator über Vorgehen, Zielsetzung und erwünschte Ergebnisse.
Beim Graphic Facilitation geht es in erster Linie darum, den Teilnehmern zu helfen (to fascilitate = erleichtern), den Prozess zu verstehen, Komplexes herunter zu brechen, durch Visualisierung einen Zugang zu ermöglichen. Typische Settings sind hier: Meetings, Workshops, Innovations- oder Veränderungssituationen, demnach auch Prozesse, die über einen längeren Zeitraum begleitet werden sollen.Ziel ist, den Beteiligten ein tieferes Verständnis zu vermitteln – als Voraussetzung für die konkrete Umsetzung.

Graphic Recording und Graphic Facilitating, beide dienen also dem Verstehensprozess und unterstützen dabei, komplexe Sachverhalte zu erleichtern, Perspektivenwechsel vorzunehmen und ganze Projekte visuell zu kommunizieren.
Beide Methoden halten Mehrwert bereit, wenn Teilnehmer im visuellen Entstehungsprozess eingebunden sind, mit dem Graphic Recorder/Facilitator also ins Gespräch gehen und eigene Gedanken und Aussagen einbringen.

Nachdem wir seit Jahren Trainings für grafische Visualisierung geben, erreichen uns immer mehr Anfragen, über den Fortgeschrittenen Kurs hinaus, auch Graphic Recording zu lernen. Daher ist unser nächster Kurs am 16.11.2018 ein Schwerpunkt-Workshop „Graphic Recording“.

 

Wir möchten euch hier schon einmal ein paar Tipps an die Hand geben.

1) Visualisiere, wann immer du kannst.
In der U-Bahn (Gespräch von Mitreisenden), im Team-Meeting, während einer Tisch-Diskussion, wenn du deinem Sohn Mathe erklärst.

2) Sammle gelungen Visualisierungen (Best Pics), Ideen, die mehrfach verwendbar sind.
Du wirst bald erkennen, dass viele Zeichnungen mehrfach verwendbar sind (s. z.B. der Mund-Sprechblase).

3) Lege dir ein digitales Repertoire deiner Best Pics an.
Versuche sie nach Themen zu ordnen (wie z.B. Mobilität, Welt/Umwelt, Erziehung).

4) Greife immer wieder auf deine Best Pics zurück und füge gleichzeitig neue hinzu.
So etablierst du ein Kontingent von sicher beherrschbaren Bildern. In der live Situation stabilisiert es dich psychisch, zu wissen, dass dein Gehirn viele Bildideen parat hält.

5) Der erste Schritt nach draußen: niederschwellig einsteigen.
Ein Event, wo es nichts macht, wenn das Graphic Recording noch nicht hundertprozentig gelingt. Auf einer Zusammenkunft mit Freunden, auf einer Spenden-Veranstaltung oder ähnlichem. Arbeite da ruhig als Volunteer, also ohne Geld. Vermittle dem Kunden aber auch klar, warum das nichts kostet. Später willst du damit ja Geld verdienen.

6) Üben mit Sketch Noting
Eine ideale Methode, die sehr nahe dem echten Graphic recording kommt, ist das visualisieren mit Podcasts. Eine wunderbare Quelle ist die Deutsche Welle. Du kannst hier quer durch alle soziale, wirtschaftliche und Welt-Themen hören! Und dazu visualisieren. Jederzeit auf Pause gehen, dir die Audio-Datei noch einmal anhören und dein Sketch-Noting neu strukturieren. Tipp: Bleibe an einem Podcast und entwickle dazu verschiedene Bilder. Das hilft dir über den Tellerrand zu denken, deine Bandbreite zu erhöhen und verschiedene Varianten zuzulassen.

7) Klare Aufteilung deines Bildes – die Abfolge:

  • Erster Schritt: Aufteilung/Layout skizzieren
  • Zweiter Schritt: Überschriften/Themen definieren
  • Dritter Schritt: Verbindungen herstellen
  • Letzter Schritt: Dekorative Arbeit + kolorieren

8) Verstehe deinen Typ
Graphic Recorder zu sein, heißt vor vielen Menschen zu stehen, die dir zusehen und dich beobachten. Gleichzeitig musst du dich, oft auch mal 8-10 Stunden, voll konzentrieren können. Das ist Höchstleistung für dein Gehirn, das dabei übrigens auch perfekt trainiert wird. Du stehst die ganze Zeit, musst oft auf die Knie (wenn du weiter unten zeichnest) oder dich richtig strecken um die Überschrift oben zu schreiben.  Das bedeutet, körperliche Fitness ist bei diesem Job nicht ganz unwichtig. Darum frage dich:

  • Wie geht es dir, wenn du vor vielen Menschen sprichst?
  • Ist das eine leichte Übung für dich?
  • Kannst du dich gut fokussieren, also auf nur eine! Sache konzentrieren?
  • Wie fit fühlst du dich?
  • Magst du den Umgang mit Kunden?
    Smalltalk können und selbstsicheres Auftreten zeigen, ist als Graphic Recorder unerlässlich. Graphic Recording ist zuerst eine Dienstleistung und kein Illustrator- oder Graphiker-Job. Du bist da draußen!

Wenn du alles mit Ja beantworten kannst, gehe zurück zu Punkt 1.
Wir von Grafische Visualisierung wünschen dir viel Spaß beim Üben, wenn du Fragen hast, kontaktiere uns gerne. Und wie gesagt, der nächste Kurs für Fortgeschrittene ist am 16.11.2018  und im nächsten Jahr geht’s mit einem Basic Kurs am 8.2.2019 weiter.

Ein fliegendes Meerschwein 2.0

Ein fliegendes Meerschwein 2.0

Wie man seine visuellen Fertig- und Fähigkeiten trainiert: Inhalte, Zusammenhänge und Prozesse mit Bildsprache erklären.

Unsere Visulaiserungs-WORKSHOPS bei Grafische Visualisierung

Mit abwechslungsreiche Übungen das Grundvokabular der Visualisierung lernen.

Dabei ist nie das zeichnerische Vermögen ausschlaggebend. Wichtig allein ist die Idee dahinter. Dass das Meerschwein nicht wie ein reales Meerschwein aussieht, dass es eher fliegt als steht, ist sogar eher Anlass für Gespräche, einen Aufhänger, eine neue Idee!

  • Grundlagenforschung ;) bildnerisches Vokabular, Formen, Farben, Schrift, Menschen
  • Materialkunde
  • Stifte-Know-How
  • Idea Sketching
  • Visual Notetaking
  • Audio-Übungen

dabei entsteht Ihr eigenes Bild-Repertoire, das Sie direkt im Alltag und Beruf anwenden können.

Basics des Visualisierens

Wie man mit elementaren Formen so ziemlich alles skizzieren kann, was man sagen möchte.

Idea Sketching

Wie man schnell die eigene Idee auf den Punkt bringt und bildlich erklärt.

Visual Notetaking

Wie man in Echtzeit Vorträge, Meetings und Diskussionen visualisiert.

In unseren BASICS- und ADVANCED-Kursen trainieren Sie in vielen „hands-on“ Übungen, erlernen das visuelle Vokabular und finden den Weg über visual thinking Wir geben viele Inhouse Trainings und sehen, dass sich immer mehr Arbeitgeber diese Skills wünschen.

 

 

Haben sie noch Fragen?

 

Mit Bildern erklären – Visual Tools, ist das das gleiche?

Visualisieren – wie geht das?

Sehen, verstehen, zeigen, was ist damit gemeint?

Kann das jeder?

Und wenn ich ein Trainings-Workshop für mein Team will?

warum ist das so ein Hype?

Und auch jede weiter hier nicht aufgeführte Frage. Rufen sie uns an. Schreiben sie eine Mail.

Wir beantworten gerne Ihre Fragen und beraten sie zu Ihren Wünschen.

 

 

Ein Zitat zum Schluß:

„Es gibt keine wirkungsvollere Methode, anderen eine Idee, eine Sache zu vermitteln, als Bilder sprechen zu lassen “. Dan Roam

 

Trainer: Isabelle Dinter, grafische-visualisierung.de

Visualisierungs Workshop: Das fliegende Meerschwein

Keine Angst vorm zeichnen. Visualisieren heißt, Ideen haben, den Kopf bemühen, über den Tellerrand sehen, die Dinge aus anderen Perspektiven betrachten. Also vor allem Hirntraining. Das fliegende Meerschwein, das vielleicht ein langhaariger Hund hätte werden sollen, da es ist ein idealer Anker, sich den dahinterstehenden Inhalt zu merken. Gerade weil es witzig und anders ist, mag das Gehirn es sich merken. Hören Sie mehr zu diesem Thema, probieren Sie aus und finden Sie einen Einstieg in die Welt der Visualisierung.

Hier finden Sie mehr interessante Beiträge aus dem Jahresprogramm 2018 der Webgirrls.

Kommende Veranstaltungen in 2018: https://www.webgrrls-bayern.de/webgrrls-termine-bayern-2018/Die nächsten Veranstaltungen hier bei Facebook: https://www.facebook.com/pg/webgrrlsbayern/events/

Anmeldung zu Veranstaltungen:
Die Vorträge finden im Mein Arbeits(t)raum – Ihr Businesscenter im Herzen Münchens, mein-arbeitstraum.de
Freibadstr. 30, Untergiesing (U1/U2) statt.
Eintritt frei für webgrrls, Gäste 10 €.

Twittagessen: Anmeldung mit auch mit twitter-Account unter twittagessen.de möglich

Generell gilt: Bitte melde Dich zu jedem Termin an unter muenchen@webgrrls.de.

Visualisierungs-Kurse Deutschland & Schweiz

Visualisierungs-Kurse Deutschland & Schweiz

 

Visualisierung-Workshops 2018, Basic, Advanced und Inhouse

Wir haben unser Trainings-Wiese neu gestaltet. Wir bieten Visualisierungs-Workshops in München und in der Schweiz (Zürich und Bern) an.

In Kooperation mit grafische-visualisierung.de | visualdynamics.ch

Hier könnt ihr euch für München anmelden. Der Nächste Kurs in München findet am 27.April 2018 statt.

Wir freuen uns, wenn ihr dabei sein wollt, genauso wenn ihr diese Info weitergebt oder unseren Newsletter bestellt. Keine Angst- ihr bekommt nur ein Update, wenn wir neue Kurse online stellen, ein Early Bird Tarif veröffentlicht wird oder neue Kurs-Formate hinzukommen- mehr nicht :)

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Papier-Feeling in Zeiten der Digitalisierung

Papier-Feeling in Zeiten der Digitalisierung

Ein Plädoyer für Griffel und Papier

 

Die Sensorik

Papier ist ein Stoff, der uns seit Jahrhunderten begleitet. In Zeiten der Digitalisierung wünschen sich immer mehr Menschen etwas Anlangbares, Be-greif-bares. Etwas, das man fühlt, spürt, riecht. Papier lässt unsere Gefühlswelt schwingen, unsere Hirnrinde sich liebend gerne über unsere Sinne befüttern. Papier ist nun mal einer der ältesten analogen Werkstoffe, die wir kennen. Wer täglich über glatte Touch-screen-Oberflächen wischt, sehnt sich irgendwann nach echten Produkten zum Anfassen.Lesen sie mehr über die neuen Liebe zum Papier

Die Haptik

Alfred König, Gründer der Kommunikations- und Produktionsagentur König Konzept in München sagt: „Die meisten denken, Haptik ist, wenn sich etwas toll anfühlt.“Haptik besteht aber aus mehr, nämlich Textur, Konsistenz, Masse, Temperatur und Form – das Bindeglied zwischen der visuellen und der haptischen Schiene. Alles gilt auch für Papier. Papier ist sinnlich, berührt uns daher emotional auf diversen „Sinnes-Schienen“. So fühlen und assoziieren wir mit glatten Oberflächen eher kühle Seriosität und mit rauen eher erdverbundenes, natürliches. Mehr über Papier und Haptik

Behalten und bewusstes Notieren

Alles, was wir mit dem Stift schreiben, verbindet sich besser im Gehirn und lässt es länger dort. Das kann man nachlesen in einer Studie des Fachblattes Psychological Science von 2014. Besonders komplexe Themen und Zusammenhänge werden durch handschriftliches Notieren eindeutig idealer im Gehirn verarbeitet und gespeichert.

Im Zusammenhang mit dem Thema der handschriftlichen Notizen wird immer wieder vom bewussten Schreiben und bewussterem Notieren gesprochen. Aber was bedeutet das eigentlich?

Im Prinzip ist es ganz einfach und eine logistische Tatsache. Mit der Hand schreibt man in der Regel langsamer als man auf der Tastatur tippt. Man ist also gezwungen zu reduzieren und während des Hörens schon zu selektieren, auf was es ankommt. Die Auseinandersetzung mit der Sache und das Mitdenken im Kontext ist gefragt. Statt reinem Protokollieren auf dem Laptop als wortwörtliche, hübsch formatierte Mitschrift, versteht man mit dem Schreibgerät schon beim Schreiben. Das konzeptuelle Verstehen befördert sich also selbst.

Das Fazit aus dem Mund eines Studierenden: „Selbstverständlich möchte heute niemand mehr ohne Internet und Laptop sein Studium absolvieren, dafür hat die digitale Welt einfach zu viele Vorteile. Das kann selbst der Autor dieses Textes zugeben, der ein glühender Verfechter analoger Mitschriften ist und mindesten 20 volle Notizbücher aus seinem Studium im Regal stehen hat. Aber gerade dann, wenn es darum geht Zusammenhänge und System zu begreifen und zu durchschauen, ist per Hand mitschreiben im Studium wichtig. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind: vollgeschriebene Notizbücher im Regal machen auch einfach mehr her, als ein paar Ordner auf dem Desktop.“

Digitales

Natürlich arbeitet man da im digitalen nach. Der User Mensch hat Gefühle und liebt Handgeschriebens, Selbstproduziertes, hand-crafted sozusagen. Eine Mischung aus analogem und digitalem Stift feiert am Mac Deutschland-Premiere und könnte schnell neue Anhänger gewinnen: Paperium, eine neue Software aus Österreich mit schwedischer Technologie.

 

Visualisieren, Sketch Noting und Graphic Recording

Wir bei grafische Visualisierung arbeiten ausschließlich auf feinem italienischem Aquarellpapier. Das gibt es in verschieden Gewichten (120-200 gr.) und, was am wichtigsten ist, in echtem Großformat: Auf 10m-Rollen, die 150 cm breit liegen. Damit bespannen wir großflächig ganze Wände in Konferenzsälen und visualisieren was die Marker hergeben. Für uns ist die Lust am Material und das Erlebnis ein Großbild entstehen zu lassen eine der großartigsten Herausforderungen. Angst vor dem weißen quadratmeter-großem Blatt Papier kennen wir nicht.

Sketchnoting: Ohne Himmel kein Meister

Sketchnoting: Ohne Himmel kein Meister

Sketchnoting bildet eine Verbindung zwischen dem wörtlich Gesagtem und den Bildern im Kopf. Claudine Delfin zeigt in ihren Videos , dass sketchnoting auch für talentfrei Zeichner leicht zu erlernen ist. Ein innovatives Werkzeug um Inhalte zu vermitteln, die Beim Lernenden auch hängenbleiben.

Wir sehen wie Texte zum Leben erweckt werden, wie sich scheinbar komplizierte Inhalte zu reduzierten Bild formen zusammenfügen und natürlich erfahren wir, was es mit sketchnoting auf sich hat.

Sketchnoting: Wie die Übung den Meister macht

Freilich fällt die Fähigkeit, sich in Bildern auszudrücken nicht vom Himmel. Ein professionell geleiteter Workshop mit Theorie als Futter und vielen realitätsnahen Übungen, ist der 1.Schritt!
Dann heißt es: machen-tun-üben. Wo immer ihr steht und hört, versucht den Inhalt in einem kleinen sketchnote festzuhalten. Beim Radio hören oder noch besser: Sucht euch kurze Podcasts im Netz- am besten zu eurem Thema und zeichnet dazu. Vorteil: ihr könnt den Podcast immer wieder anhören und eure notes von mal zu mal optimieren!

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